Typische Symptome und Diagnose bei Herzflimmern

Die Symptome können beim Vorhof- und Kammerflimmern stark variieren. Von gar keinen Symptomen über Leistungsabfall und Abgeschlagenheit beim Vorhofflimmern bis hin zur Bewusstlosigkeit und einem akut lebensbedrohlichen Zustand beim Kammerflimmern.

Gefährlich: Unbemerktes Vorhofflimmern

1-2% der Bevölkerung leiden unter Vorhofflimmern und ist damit zu die häufigste Herzrhythmusstörung von klinischer Bedeutung. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. 70% der betroffenen bemerken es nicht. Das Risiko ein Vorhofflimmern zu entwickeln steigt mit dem Alter und man unterscheidet persistierendes (anhaltendes) Vorhofflimmern von intermittierendem (vorübergehendem) Vorhofflimmern.

Treten Symptome auf, so sind diese keine speziellen Symptome, welche sofort auf die Erkrankung hinweisen. Die Betroffene mit Symptomen klagen aber oftmals über Herzrasen. Daneben können ein Leistungsknick, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen oder Herzstolpern auffallen.

Höchste Alarmstufe: Kammerflimmern

Beim Kammerflimmern kann sich der Herzmuskel nicht mehr regelrecht kontrahieren und es wird kein Blut mehr in den Blutkreislauf gepumpt. Man beschreibt diese Störung auch als pulslose Herzrhythmusstörung. Wird das Kammerflimmern nicht schnellstmöglich behandelt, so kommt es wegen der fehlenden Pumpfunktion des Herzens innerhalb von Sekunden zum Kreislaufstillstand und schließlich zum Tod des Patienten.

Betroffene Patienten werden in der Regel bewusstlos ohne Puls aufgefunden. In diesem Fall ist sofort Erste Hilfe nötig!
In manchen Fällen bemerken die Patienten im Vorfeld Herzrasen, Schwindel, Brustschmerzen oder Atemnot.


Eindeutige Diagnose durch EKG

Ob es sich wirklich um Vorhof- oder Kammerflimmern handelt, kann allerdings nicht anhand der Symptome erschlossen, oft noch nicht einmal vermutet werden. Nur ein EKG kann die Diagnose sichern.

Mit einem EKG (Elektrokardiogramm) lassen sich die elektrischen Impulse des Herzens an der Körperoberfläche ableiten. Dazu werden sogenannte Elektroden auf den Brustkorb und an Arm und Bein aufgeklebt und die regelrechte Weiterleitung der Impulse kann überprüft werden. Beim Vorhof - und Kammerflimmern zeigen sich im EKG typische Veränderungen. Das Untersuchungsverfahren zählt zu den sogenannten nicht invasiven Untersuchungen und ist daher schmerzlos, einfach durchzuführen, ohne Nebenwirkungen und liefert unmittelbar ein Ergebnis.

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