Herzflimmern

Herzflimmern unterteilt der Fachmann in Vorhofflimmern und Kammerflimmern. Je nachdem welcher Bereich des Herzens betroffen ist zeigen sich unterschiedliche Symptome und Risiken.


Was der Laie als Herzflimmern bezeichnet, differenziert der Fachmann in Vorhof- und Kammerflimmern.

Das Herz gliedert sich in zwei Vorhöfe, den rechten und den linken Vorhof (Atrium) und in zwei Kammern, die rechte und die linke Kammer (Ventrikel). Um Blut in den Körperkreislauf zu pumpen, muss sich der Herzmuskel zusammenziehen (kontrahieren), damit das Blut sozusagen aus dem Herzen gepresst wird.

Das Signal zur Kontraktion sind elektrische Impulse. Diese werden von einem Schrittmacherzentrum, dem Sinusknoten, ausgesandt und breiten sich dann über spezielle Bahnen zunächst über die Vorhöfe und dann über die Kammern aus. In dieser Reihenfolge erfolgt auch die Kontraktion - erst die Vorhöfe und dann die Kammern. Normalerweise werden die Impulse 60 bis 80 mal pro Minute vom Sinusknoten ausgesandt. Dies entspricht auch der Ruheherzfrequenz und damit einem Puls von 60 bis 80 Schlägen pro Minute in Ruhe.


Kommt es zu Störungen in dieser Impulsweiterleitung so kann es zu Herzrhythmusstörungen der Vorhöfe oder der Kammern kommen.


Erhöht sich die die normale Frequenz von 60 bis 80 mal pro Minute in den Herzkammern auf 200 bis 350 mal pro Minute, so spricht man zunächst von Kammerflattern. Bei einer weiteren Steigerung auf 300-800 Impulsen pro Minute spricht man vom Kammerflimmern, wobei der Übergang fließend ist. Kammerflattern und -flimmern stellen lebensbedrohliche Zustände da und erfordern sofortige ärztliche Hilfe.



Bei den Vorhöfen verhält es sich ähnlich. Ab einer Frequenz von 240-340 Schlägen pro Minute handelt es sich um Vorhofflattern, welches fließend in ein Vorhofflimmern mit 350-600 Schläge pro Minute übergehen kann. Das Vorhofflimmern ist in der Regel nicht akut lebensbedrohlich und bleibt oftmals (in 70 % der Fälle) unbemerkt. Dennoch ist eine angemessene Therapie auch beim Vorhofflimmern enorm wichtig, da bei Vorhofflimmern ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht.

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